Dienstag, 21. März 2017

Birkenreisig-Kränze


Die Märzbiesen* der letzten Woche haben die Birken hier ordentlich durchgeschüttelt - und uns Material zum Basteln geliefert. Birkenreisig ist sehr biegsam, perfekt um kleine (oder natürlich auch große) Kränze zu binden.


Für die Kränze braucht man nur möglichst lange Birkenzweige, kein Draht, keinen Rohling.

Zuerst biegt man die Zweige zu einem Kreis, so dass zu beiden Seiten noch Zweige herausstehen. Die heraushängenden Zweige dreht man jetzt um den bereits geformten Kranz, immer von außen nach innen. Kleine Ästchen stehen am Ende noch ab - das lässt den Kranz so schön natürlich aussehen.






Die kleinen Kränzen kann man jetzt noch schmücken. Vielleicht mit Blumen oder Federn (dank unserer Hühner haben wir davon eine ganze Menge ;-)).
Für die kleinen Jahreszeitentische der Kinder haben wir aus dem Reisig nach dem gleichen Prinzip auch kleine Nester geformt und mit Moos ausgestattet. Nicht so perfekt wie echte Vogelnester (wir haben eine verlassenes Nest in der Hecke gefunden - ein kleines Kunstwerk, wirklich), aber als Dekoration für den Frühling und Ostern wunderschön.


Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!
Liebe Grüße
Leni

* Märzbiesen sind hier im Rheinland kurze Hagel- oder Schneeschauer im Frühling :-)



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Creadienstag
Handemade on Tuesday


Donnerstag, 9. März 2017

Kresse Delikatesse


Anfang März zeigen sich bei uns im Garten bereits die grüne Spitzen einiger Kräuter. Vom Bärlauch zum Beispiel, aber auch Schnittlauch, Waldmeister und Brennessel lassen nun nicht mehr lange auf sich warten.
Auf der Fensterbank säen wir schon seit ein paar Wochen in regelmäßigen Abständen Kresse in Schalen und Töpfe. Und wir lieben sie. Weil sie so anspruchslos ist (sie wächst nicht nur auf und in Erde, sondern auch auf Watte oder Vlies), superschnell keimt (schon nach einem Tag) und jeden Salat und jedes Butterbrot kulinarisch abrundet.


Und wenn wir gerade wieder viel Kresse in der Küche stehen haben, gibt es Kresse-Kartoffelsuppe.
Man nehme:
1 Zwiebel, klein geschnitten, und
etwa 400 gr festkochende Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten, und brate sie in einen Topf mit (Oliven-)Öl ein wenig an.
Dann mit ca. 1/2 Liter Gemüsebrühe (wer die Suppe lieber etwas "dünner" haben möchte, nimmt mehr) ablöschen und zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.
Mit 2 Händen Kresse und einem Schuß Sahne anpürieren (nicht zu sehr, sonst wird es eher Püree).
Zum Servieren mit Mandelblättchen und Kresse garnieren.
Lecker!

Habt eine schöne Woche!

Liebe Grüße
Leni

P.S.: Lässt man die Kresse übrigens wachsen (dann aber in der Erde), wird sie bis zu einem Meter hoch und blüht rosafarbend. 
P.P.S.: Ein besserer Post-Titel ist mir nicht eingefallen. Entschuldigung dafür.

Mittwoch, 1. März 2017

Hallo lieber März!




Mit dem März kommt der Frühling. Das Leben erwacht aufs Neue. Wie durch eine göttliche Berührung geweckt, sprießt und grünt alles, was im Winter geruht hat. Gelb und grün sind die Farben des Monats. Gelb wie die Narzissen, die Forsythie, der Ranunkelstrauch, der Huflattich, der Gelbstern und die Schlüsselblume. Aus dem braunen Teppich aus altem Laub schießt bereits der Bärlauch nach oben und bald bedeckt sein Grün zusammen mit dem Buschwindröschen den Boden in unserem Garten und im Wald.
Die Tage werden jetzt wärmer und nach der Tag- und Nacht-Gleiche am 21. sogar wieder länger als die Nächte.


Der März wirkt anregend. Die Müdigkeit des Winters ist wie weggeblasen. Gerade bei den Kindern, die jetzt auch gerne wieder barfuß durch den Garten sausen, die wärmende Frühlingssonne im Gesicht.

Wir freuen uns im März auf:

* die ersten Kräuter und besonders auf den Bärlauch.

* die Frühlingsblumen.

* Spaziergänge im Wald. Jetzt kann man die Bäume glucksen hören. Wirklich. Wenn man sein Ohr (oder ein Stethoskop) an den Baumstamm legt, hört man jetzt ein Rauschen und Glucksen. Das sind die Baumsäfte. Einfach mal ausprobieren!

* den Frühjahrsputz.

* die Aussaat von Salat, Kohlrabi, Spinat, Radieschen und Möhren.

* das Verstauen der Winterjacken, Mützen und Handschuhe.

* die Rückkehr der Vögel.

* die Geschichte von Hänschen Apfelkern. Eins unserer Lieblings-Frühjahrsbücher.

* Fahrrad fahren. Mit Sonne im Gesicht, den Duft von Frühlingsblumen in der Nase und in Begleitung von Vogelgezwitscher. Herrlich!

* die ersten Bienen und Hummeln.

* die Eröffnung der Gartensaison.
 



Als wir letztes Wochenende im Wald unterwegs waren, fand mein Vierjähriger eine gekeimte Eichel am Boden. "Schau mal", sagte er, "hier ist gerade ein kleiner Baum geboren worden." Ich überlegte kurz, ob ich ihn verbessern sollte. Schließlich werden Bäume ja nicht "geboren", sondern ihre Samen keimen. Aber ich fand das Sinnbild so schön - "ja", sagte ich, "und im März kommen die meisten Bäume zur Welt".


Ich wünsche Euch einen wunderbaren März!

Liebe Grüße
Leni


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Sonjas Monatsmotto
Caros Grünzeug

Dienstag, 28. Februar 2017

Schneeglöckchen am Veilchendienstag


Heute am Veilchendienstag gibt es hier schon wieder Schneeglöckchen. Und das hat einen guten Grund:

Es gibt einen Gewinner (oder besser eine Gewinnerin) des Naturkinder-Buches "Feiern mit den Naturkindern", und das ist (dem Random Number Generator sei Dank) der elfte Kommentar!


Eine zauberhafte Idee, die Schneeglöckchen aus Filz sind wunderhübsch. Der phänologische Kalender macht Sinn, weil die Natur und damit die Jahreszeiten sich so unterschiedlich darstellen. In manchen Gegenden blühen ja schon überall Schneeglöckchen, bei uns habe ich noch keines gesehen. Das typischste Beispiel ist für mich das Rosenschneiden wenn die Forsythien blühen, das kann - je nach Gegend - bis 4 Wochen unterschiedlich sein.
Mir gefallen so kleine feine Feste, gerne spontan. Geburtstag ist so gar nicht meins :-). Lieber Sonnenwende, Erntefest, St. Martin u.ä.
Liebe Grüße und schönes Wochenende


Herzlichen Glückwunsch liebe Gretel!

Schick mir doch bitte Deine Adresse :-)


Vielen lieben Dank an alle, die mitgemacht haben! Danke für die lieben Kommentare! 

Liebe Grüße
Leni



Donnerstag, 16. Februar 2017

Das Schneeglöckchen-Fest (und eine Verlosung)



An der ein oder anderen Stelle habe ich ihn bereits erwähnt, den phänologischen Kalender. Er unterteilt unser Jahr in 10 Jahreszeiten und richtet sich dabei nicht nach festen (astronomischen oder kalendarischen) Daten, sondern nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen in der Natur. Die erste Jahreszeit nach diesem Kalender ist der Vorfrühling und beginnt, wenn die Schneeglöckchen blühen.
Vor-Frühling. Genauso fühlt es sich auch an. Kalt, winterlich, aber so verheißungsvoll und voller Sehnsucht nach der Sonne. Und gerade gestern (wir hatten 15 Grad und Sonnenschein) war der Frühling schon zum Greifen nah.


Der Wechsel der Jahreszeiten, der Kreislauf der Natur ist gerade für und mit Kindern ein besonderes Erlebnis. Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Feste und ihre ganz eigene Stimmung.


Und so feiern wir im Vorfrühling ein Schneeglöckchenfest.



Meine Kinder lieben Feste. Und suchen förmlich nach Anlässen. Dabei muss es keine "große" Feier sein, alles was es braucht sind leckeres Essen, Musik (Lieder), eine Geschichte oder ein Spiel, ein wenig Dekoration und natürlich Gäste.


Zu unserem kleinen Vorfrühlingsfest laden wir uns gerne Kindergartenfreunde ein. Zuerst lesen wir die Wurzelkinder zusammen. Mit gefilzten Schneeglöckchen, die in der Blüte eine kleine Glocken beherbergen, wecken wir dann die Blumenkinder. Dafür gehen wir raus zu den Schneeglöckchen, die im Garten und der Umgebung blühen. Mit einem Frühlingslied ("Nicht lange mehr ist Winter") und Glöckchengebimmel versuchen wir die ersten Frühlingsblüher hervor zu locken. Meine zwei großen Kindern gucken den Kleinen dabei lachend zu, dann geht es hinein zum Essen. Apfelkuchen und Berliner haben sie sich gewünscht.
Die Schneeglöckchen-Filz-Anhänger dürfen die Kinder behalten. Schließlich müssen die Blumen noch einige Male wachgeklingelt werden bis sie endlich blühen :-)


Das Schneeglöckchenfest feiern wir übrigens manchmal auch zweimal hintereinander. Und wenn es nach den Kindern geht, würden wir ihren Geburtstag mindestens dreimal im Jahr feiern. Sollten wir nicht eigentlich jeden Tag irgendwie feiern? Nein, dass ist vielleicht übertrieben, aber gute Gründe für eine kleine Feier gibt es immer. Die Kirsch- oder Apfelblüte, die ersten Radieschen, die Tag-und Nachtgleichen, die Rückkehr der Vögel, den Tanz in den Mai, das erste Picknick, die Erdbeer-Ernte, klare Sommernächte, Mittsommer, das Apfel pflücken, Pilz-Suche, den leckersten Kürbis, den stürmigsten Tag oder Erntedank. Solche kleinen Feiern drücken auch immer die Verbundenheit mit der Natur aus, die Freude über und am Leben und der Gemeinschaft.

Inspiriert hat mich das Buch "Feiern mit den Naturkindern" von Carolin Hosmann (genauso wie mich auch ihre wöchentliche Grünzeug-Sammlung  immer wieder begeistert), das neben Gestaltungsideen für Einladungen, Dekoration und Gastgeschenken, auch Rezepte und spannende Aktionen beinhaltet. Carolin schafft es in ihrem Buch eine ganz unkompliziert, lebendig und gleichzeitig feierliche Atmosphäre aufkommen zulassen, immer in der Natur und im Jahreslauf. 

Umso mehr freue ich mich, dass ihr die Möglichkeit habt, ein Exemplar dieses Buches gewinnen zu können (ein Dankeschön an den Haupt-Verlag)!

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst einfach einen Kommentar (vielleicht verratet ihr mir noch was euer Lieblingsfest ist?) bis zum 23.02.2017!

Liebe Grüße
Leni 





 

Freitag, 10. Februar 2017

Unser Mini-Garten



Jedes Jahr zur Aussaat-Zeit im Februar dürfen die Kinder ihren eigenen kleinen Garten erschaffen.
Ob in einer Mandarinenkiste, einem Blumentopfuntersetzer oder (wie in diesem Jahr) in einer ausrangierten Keksdose - Aussaaterde rein, Beete anlegen, Samen ausbringen und dann einfach abwarten und staunen.
Bewährt haben sich für den Mini-Garten vor allem die sehr schnell keimende Kresse. Und Bohnen. Die Vielfalt an Bohnen ist groß und man kann ihnen beim Wachsen fast zusehen. Die dicken Saubohnen (oder auch Puffbohnen genannt) kann man außerdem später als Jungpflanzen direkt ins Beet pflanzen; sie vertragen einige Minusgrade. Außerdem nehmen wir alles was gerade greifbar ist für den kleinen Garten: Sonnenblumenkerne (die vom Vogelfutter übrig geblieben sind), Blumensamen (die sich immer in irgendeiner Jackentasche noch befinden) und Apfel- oder Zitruskerne. Die Apfelkerne brauchen etwas länger zum Keimen, aber ist es nicht unglaublich, wenn man sich vorstellt, dass aus einem so kleinen Kern (theoretisch) ein riesiger Apfelbaum wachsen kann?


In unseren Mini-Garten musste natürlich auch noch ein Huhn (sonst wäre es nicht authentisch) und eine Vogelscheuche.



Nach zwei Tagen war die Kresse bereits gekeimt, nach fünf Tagen streckten die Blumen und Bohnen ihre grünen Triebe nach oben.



Erfahrungsgemäß verwandelt sich das Gärtchen nach 10 Tagen in einen Urwald. Dann landet die Kresse auf dem Butterbrot (es sei denn man lässt sie wachsen und blühen - muss man mal probiert haben), die Bohnen im Beet und die Sonnenblumen bekommen eigene Töpfe und werden etwas kühler gestellt. Und wenn die Kinder mögen, gestalten wir einen neuen kleinen Garten. Oder machen einen Bohnen-Wettrennen (welche Bohne wächst am schnellsten und am höchsten?).

Ich wünsche Euch einen schönen (Grünzeug-) Freitag!

Liebe Grüße
Leni

P.S. Mini-Garten und Superbohne findet man auch in den Lieblingsbüchern meiner Kindheit: "Linneas Jahrbuch" und "Die schnellste Bohne der Stadt" !


Sonntag, 5. Februar 2017

Das Saatgut geht auf die Reise


Zuerst einmal  möchte ich herzlich bei allen bedanken, die mitgemacht haben. Danke für die lieben Kommentare. Es fällt mir schwer, nur drei Gewinner heute zu benennen - ich habe hier von so vielen tollen Projekten gelesen. Nun denn. Mein großer Sohn hat seperat aus den Blogkommentaren, den Kommentaren auf Instagram und denen auf Facebook folgende Namen gezogen:

Hier auf dem Blog: Janka Schubert

Bei Instagram: _lebe_liebe_lache

Bei Facebook:  Petra Pohlmann-Wendt


Herzlichen Glückwunsch!!!!

Schickt mir bitte über familienjahr@gmail.com Eure Adresse - dann kann ich die Samen so schnell wie möglich versenden :-)




Letztes Wochenende hat bei uns die Aussaat von Tomaten begonnen. Bald kommt die dicken Bohnen und der Salat dazu.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße
Leni