Sonntag, 10. November 2013

St. Martin, Schnörzen und wohin mit den Süßigkeiten?






So, der St. Martinszug (im strömenden Regen) und das Martinssingen in unserer Straße sind jetzt vorüber.Geschafft. Viel Vorbereitung, Vorfreude, Hektik und Nostalgie. Ja, genau. Nostalgie. Ich erinnerte mich an meine Martinsumzüge als Kind. Das Bestaunen des Pferdes von St. Martin (Mädchen halt - bei Jungs ist es das Bestaunen der Feuerwehr), die Kapelle, die Laternen im Dunkeln und das Martinsfeuer.

Ein schönes Brauchtum. Außer vielleicht man ist schon zum 13. Mal mit seinen Kindern dabei, wie eine Freundin von mir (4 Kinder mit großem Abstand). Und sie hat noch mindestens 5 Umzüge vor sich.
Bei mir war es erst der zweite Umzug. Und das zweite Mal im Regen.Grmpf.Aber zumindest habe ich dazu gelernt: während letztes Jahr unsere Laternen innerhalb von 3 Minuten zu Papiermatsche wurden, hielten sie in Plastiktüten umwickelt diesmal bis zum Martinssingen.

Zum Martinssingen hatten wir dann besseres Wetter und zogen mit Laternen, Fackeln und Beutel bestückt von Haus zu Haus. In unserer Straße sind die Bewohner altersmäßig sehr heterogen; wir haben (mittlerweile) viele Familien, aber auch viele alleinstehende alte Menschen und auch viele Ehepaare, deren Kinder schon ausgezogen sind. Das ist natürlich eine Win-Win-Situation für das Schnörzen. Die älteren Bewohner freuen sich auf die singenden Kinder und die Kinder auf die Süßigkeiten der spendablen "Omis". Und danach gab es noch Glühwein und Kakao für alle.

Eingeführt haben wir das Schnörzen auf unserer Straße letztes Jahr. Eine Freundin aus Düsseldorf erzählte mir, dass sie in Ihrer Straße jedes Jahr zu einem festen Termin "Gribschen", und das jedes Haus etwas dazu gibt und jedes Jahr ein Anderer nach dem Singen zu Glühwein und Würstchen einläd. Und das haben wir dann einfach hierhin übernommen (bis auf die Würstchen, die sind in Düsseldorf geblieben).
Und bei uns im Rheinland sagt man: Beim ersten Mal haben wir es ausprobiert, beim zweiten Mal ist es schon Tradition und beim dritten Mal ist es dann schon Brauchtum.

Das war unsere Ausbeute: 



Doch was machen mit all dem Süßkram? Bis unsere Kinder in das erinnerungsfähige Alter kamen wurden geschenktbekommende Süßigkeiten sowieso konfisziert. Und bei Kind Nr. 3 (18 Monate) funktioniert das. Aus den Augen - aus dem Sinn. Und morgen ist der Süßkram vergessen. Ab ca. drei Jahren klappt das leider nicht mehr. Daher bieten wir den Kindern einen Deal an:

Einen kleinen Teil der Süßigkeiten dürfen die Kinder behalten. Die kommen in ein Glas und sind zur freien Verfügung (bei Kind 1 ist das Glas dann am nächsten Tag leer, Kind 2 braucht dafür bis nächstes Jahr). Der Rest wird eingetauscht. Zum Beispiel gegen einen Wunschnachmittag (meistens Schwimmbad) oder gegen ein Buch oder ein Hörspiel.


Und was passiert mit den Süßigkeiten? Ein Teil wird recycelt und wandert in den Adventskalender. Der Rest wird fachgerecht entsorgt. Das machen dann mein Mann und ich. Abends, wenn die Kinder schlafen. Vor dem Fernseher...

1 Kommentar:

  1. Hallo Arlene,
    erstmal vielen Dank für das liebe Kompliment zu unserem Kinderzimmer! :)
    Das Auto ist so eins von den Einkaufswagen die es in manchen Geschäften gibt. Ein Geschäft hier bei uns hat mal eine Hand davon verschenkt, weil die neue bekommen hatten. Wir waren unter den glücklichen schnellen und haben uns einen sichern können. ;-)

    Eure St. Martin-Ausbeute kann sich ja wirklich sehen lassen. Der Quietschboy hatte an Halloween auch ne ganze Tüte voll. St. Martin ist hier bei uns gar nicht so geläufig.

    Viel Spaß mit der leckeren Beute und guten Appetit! :D

    Liebe Grüße
    Fräulein Wunder

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