Samstag, 20. Februar 2016

Der Tomatenwettbewerb



Egal ob es im Februar noch schneit oder schon der Frühling eingetroffen ist, die erste Aussaat beginnt bei uns immer um die gleiche Zeit. Dann setzten wir uns alle an den Tisch, jeder mit einem Eierkarton, Aussaaterde und Sprühflasche gerüstet. Vor uns steht der Karton mit den Samentütchen. Fast alle Samen kommen von unseren eigenen Tomaten oder stammen von Samenbörsen aus dem letzten Jahr. Viele Tomaten haben im Laufe der Jahre und ihrer Vermehrung ihren Namen verloren (es gibt ja schließlich auch so unglaublich viele verschiedene Sorten) und haben von uns kurzerhand neue Namen bekommen. Jetzt haben wir Sorten wie "WikingerTomate" (sieht einem Horn ähnlich), "HatMehrAls34Früchte"(vor zwei Jahren hörte der Zahlenraum bei meinem großen Sohn bei 34 auf) oder "gelbe Jamjam". Mein großes Kind ist außerdem zuständig für die Katalogisierung des Saatguts. Nach dem Trocknen der Samen auf Küchenpapier werden die Samen in Papiertütchen verstaut und beschriftet. In einem Samenbuch halten wir das Datum, den Namen, Eigenschaften und Aussehen fest. So ist es einfacher einen Überlick zu behalten (und nebenher lernen die Kinder wie man sich eine Saatgutbank aufbaut).
Jedes Kind darf sich 6 Tomatensorten aussuchen und in seinen Eierkarton pflanzen. Beliebt sind bei den Jungs vor allem Wildtomaten und Sorten mit kleinen, vielen und süßen Früchten. Für die Pflege und das Pikieren ist jedes Kind selbst verantwortlich. Manchmal entbrennt zwischen den Jungs ein regelrechter Wettbewerb darum welche Tomate zuerst keimt oder am schnellsten wächst.

Nicht alle Jungpflanzen kommen am Ende auch bei uns in den Topf, ins Beet oder Gewächshaus. Leider reicht der Platz einfach nicht aus (wie gerne hätte ich eine Tomatenfarm...). Einen Teil geben wir dem Kindergarten und Freunden ab.


Damit die Tomaten jedem Kind zugeordnet werden können, stecken wir farbige und beschriftete Stecker in die Töpfe. Jedes Kind hat eine eigene Farbe. So sehen die Kinder auf einen Blick wie es ihren Pflanzen geht.
Mal sehen, wer dieses Jahr die schnellste, die größte und die leckerste Tomate hat.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
Leni

P.S. Guckt mal beim Grünzeug vorbei. Dort gibt es jede Woche tolle Beiträge zum Thema Natur und Kinder!

Kommentare:

  1. Ein tolles Familien-Ritual! Das hört sich super toll an.
    Wir sind auch schon im Pflanzfieber, die Jungs säen am liebsten Erbsen :)
    Ganz liebe Grüße
    Kama

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    1. Danke liebe Karma. Erbsen und Bohnen sind ja auch wirklich dankbare Aussaatpflanzen. Man kann ihnen beim Wachsen förmlich zusehen.
      Viel Erfolg!
      Liebe Grüße
      Leni

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