Freitag, 18. März 2016

Experimente Teil 1





Die Neugier von Kindern ist grenzenlos. Sie haben einen angeborenen Forschergeist und immer eine Frage auf der Zunge. Ich habe mir vor Jahren einmal geschworen auf eine "Warum?"-Frage meines Kindes nie mit "das ist eben so" zu antworten. Nichts ist einfach eben so. Natürlich ist es fast unmöglich mal neben Mittagessen kochen und Baby füttern einem 4-Jährigen eine naturwissenschaftliche korrekte Antwort darauf zugeben warum Menschen keine Eier legen. Und oft ist eine Antwort aus dem Brockhaus (oder Wikipedia) gar nicht so interessant (und befriedigend). Viel lieber lasse ich meine Kinder erst einmal selbst philosophieren. Ich gebe Fragen zurück und lasse sie überlegen wie oder warum etwas so oder anders ist. Ich rege sie an, sich eigene Antworten und Überlegungen auszudenken und reflektiere dann mit ihnen ihre Ideen.* Ich bin manchmal selbst überrascht wie tiefgründig und phantasiereich kleine Kinder sein können. Sie sind begnadete Philisophen.

Viele Dinge und Zusammenhänge lassen sich aber am besten Erklären, wenn man sie mit allen Sinnen begreifen kann. So ist bei uns vor einiger Zeit der Experimente-Tag entstanden und wird seit dem auch in einer gewissen Regelmäßigkeit begangen. Er macht nicht nur den Kindern Spaß, sondern auch mir (und ich muss zugeben, dass ich jedes Mal noch etwas lerne :-)).

Das erste Experiment, das ich Euch zeigen möchte, und das viele wahrscheinlich schon kennen, ist der Frage gewidmet: Was schwimmt und was sinkt im Wasser?
Der Versuchsaufbau ist sehr einfach. Eine Schüssel wird mit Wasser gefüllt und Gegenstände aus den unterschiedlichsten Materialien werden neben der Schüssel angeordnet. Nun sollen die Kinder bevor sie die Gegenstände in das Wasser legen, zuerst eine Vermutung über die Schwimtauglichkeit ausprechen. Bei leichten Gegenständen liegt die Vermutung nahe, dass sie schwimmen (Feder), bei schweren, dass sie sinken (Stein). Das hat etwas mit ihrer Dichte zu tun. Ist die Dichte des Gegenstandes geringer als die Dichte des Wassers, dann schwimmt er, da das Wasser die Erdanziehungskraft kompensiert. Je mehr Dichte ein Gegenstand hat, desto schwerer ist er. Eine Schüssel mit Wasser ist also schwerer als eine Schüssel mit Federn, aber leichter als eine Schüssel mit Steinen. Das ist der Grundsatz. Aber warum schwimmen Frachtschiffe aus Stahl? Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Leni


* Wie man mit Kindern philosophiert kann Euch auch Caro erzählen. Nachzulesen unter www.naturkinder.com .

Kommentare:

  1. Was für ein schöner Beitrag! ich lese deinen Blog so gerne. Bitte gerne mehr davon =)
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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  2. Wegen der Auftriebskraft, danke an Archimedes :-))
    Sicherlich haben wir das mal in der Schule gehabt, aber das war sehr schnell wieder vergessen. Physikalische Gesetze waren nicht so mein Ding. Mit solchen Sachen habe ich mich tatsächlich nur wegen der Kinder beschäftigt. Die Frage mit den schweren Schiffen kommt immer wieder. Super, wie man klug wird durch seine Zwerge.
    Man könnte dann den gesunkenen Stein nehmen und ihn in ein gebasteltes Schiffchen aus Papier legen, dann dürfte er nicht mehr sinken. Aber das habt ihr bestimmt auch schon ausprobiert :-)
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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  3. Das ist ja wunderbar, dass ihr diese vielen Dinge im Wasser schwimmen oder untergehen lasst und selbst ausprobiert, wie die Natur funktioniert. Ich hatte gerade ebenfalls meinen Link auf www.naturkinder.com hinzugefügt und sehe, er passt perfekt zu deinem - Was Wasser kann, heißt er :)

    Vielleicht mögt ihr ja mal nachschauen: http://www.miteinander-buecher.de/verstehen/was-wasser-kann/

    Ich war bstimmt nicht zum letzten Mal hier.

    Liebe Grüße, ein schönes Wochenende und immer jede Menge Ideen zum Ausprobieren
    Silke

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