Dienstag, 12. April 2016

Ein (All-) Tag


Über zwei Jahre schreibe ich jetzt, mal mehr und mal weniger regelmäßig, auf diesem Blog. Über Aktivitäten mit meinen Kindern, Festen und Ritualen zu jeder Jahreszeit, unserem "Familienjahresrhythmus" so zusagen, über den Gemüse- und Obstanbau im Garten und Bastel- und DIY-Projekte mit Kindern. Über unseren Alltag erfährt man an dieser Stelle sehr wenig. Darum habe ich beschlossen, im Rahmen von 12 von 12 einmal mitzumachen, und 12 Bilder von diesem Tag, unserem Alltag hier festzuhalten. Bitte schön :-)

Dienstag, der 12.April 2016:


Gegen 5:30 Uhr beginnt mein Tag, das erste Kind (mein Jüngster) ist wach. Nach und nach folgen die anderen drei Kinder. Wir haben ein Familienbett. Genau gesagt sind es zwei zusammengeschobene Betten mit einer beachtlichen Liegefläche von 3,70m. Jedes Kind hat sein eigenes Bett, darf aber jederzeit auch im Familienbett schlafen.

Mein Schulkind verläßt nach dem gemeinsamen Frühstück als Erster das Haus. Etwas später folgen meine beiden Kindergartenkinder. Leider sind Kindergarten und Schule nicht fußläufig erreichbar. Für die Schule gibt es eine Fahrgemeinschaft; zum Kindergarten fahre ich jeden Morgen selber. Normalerweise ist Dienstag = Omatag. Oma, die in einer anderen Stadt wohnt, kommt dann für einen ganzen Tag vorbei und die Kinder gehen nicht in den Kindergarten, sondern unternehmen oder spielen etwas mit ihr. In dieser Woche kommt sie jedoch ausnahmsweise am Donnerstag.



Den Vormittag verbringe ich mit meinem Würmchen. Wenn das Wetter und der Terminplan (oder der Wäscheberg) es zulassen, geht raus an die frische Luft. Dann ist die beste Zeit nach dem Gemüse im Garten zu sehen.


Zum Mittagessen sind alle Kinder wieder zu Hause. In der Schule und im Kindergarten sind wir, was die Abholzeiten betrifft, echte Außenseiter. Aus allen drei ersten Klassen werden gerade mal 3 Kinder direkt nach dem Unterricht abgeholt. Alle anderen Kinder gehen in die Übermittagsbetreuung oder in die OGS. Im Kindergarten sind meine Kinder fast die Einzigen, die nicht dort zum Mittagessen bleiben.

Ich bereite fast immer mit meinem Dreijährigen zusammen das Essen zu. Er liebt es mitzukochen und alles zu probieren.

Währendessen macht mein großer Hausaufgaben...


...und Opa liest Bücher (oder wie auf diesem Bild Asterix & Obelix) vor. Mein Vater ist fast jeden Tag bei uns, holt die Kinder vom Kindergarten ab und kauft für das Mittagessen frische Zutaten beim Gemüsehändler ein. Und vor allen Dingen: keiner kann Geschichten spannender vorlesen als er.


Am frühen Nachmittag geht es dienstags für mein großes Kind zum Hockey. Während mein Würmchen Mittagsschlaf hält (von Opa behütet), geht es mit den anderen Kindern auf dem Fahrrad zum Einkaufen. Dank dem Lastenfahrrad (und einem Motor) sind zwei Kinder plus Einkaufskorb kein Problem.



Später am Nachmittag nutzen wir das tolle Wetter noch für einen Spaziergang. Knapp 100 Meter hinter unserem Haus beginnt das Naturschutzgebiet, besser geht es kaum ;-)



Abends habe ich dann vier müde, ein wenig dreckige, Kinder am Essentisch sitzen, die eine Menge zu erzählen haben (naja, drei zumindest).

Und damit wünsche ich Euch eine gute Nacht!
Liebe Grüße
Leni




Kommentare:

  1. Das finde ich wunderbar, dass du Unterstützung von deinem Vater hast. Ich schätze das unendlich, dass meine Mutter immer eine große Hilfe war für mich. Und die Kinder genießen das Zusammensein mit Großeltern sehr. Bis heute, obwohl sie schon groß sind. Bei uns gibt es auch feste Oma-Tage, mittlerweile getrennt nach großem und kleinen Kind :-)
    Euer Familienbett finde ich super. Bei uns gab es auch immer die Option, im Elternbett zu schlafen, aber unseres hat eine normale Größe un das merkt man dann morgens :-)
    Toll, dass ihr so mittendrin in der Natur wohnt, was gibt es Besseres für kleine Kinder....
    Liebe Grüße und danke für den spannenden Einlick

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  2. Hach, das klingt wirklich toll. Schön, dass ihr so großartige Unterstützung von Oma und Opa bekommt. Ich würde die Kinder auch gerne zum Mittag abholen, aber leider habe ich mich dazu entschieden, arbeiten zu gehen. Bzw. war es eigentlich keine direkte Entscheidung, sondern für mich stand das so fest. Jetzt würde ich es anders machen.
    Viele liebe Grüße!
    Kathrin

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